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JJ Line Dancers
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2020-03-15 17:53:37

Tanzen und Gesundheit ... Wie hängt das zusammen?

Ein Text von Mel Schwendemann

Wie viele wissen, tanze ich, seit ich zehn Jahre alt bin. Ich bin Legasthenikerin, was sich nicht nur beim Lesen und in der Rechtschreibung, sondern auch in der Mathematik zeigte. Oft hatte ich Probleme, mir Dinge einzuprägen oder korrekt umzusetzen. Das Tanzen hat mir geholfen, einige Stolpersteine zu überwinden, und meine Merkfähigkeit hat sich exponentiell gesteigert. Schon als Kind habe ich erkannt, welche positiven Effekte Tanzen auf mich hat. Heute bin ich beruflich im Gesundheitswesen tätig und habe mich aus reiner Neugier näher damit auseinandergesetzt, welche Auswirkungen Tanzen tatsächlich auf uns und unsere Gesundheit hat.

Tanzen umfasst mehrere Komponenten, welche alle Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen. Neben den gesundheitlichen Aspekten sind es die Musik, die körperliche Bewegung und auch die sozialen Interaktionen. All das beeinflusst uns und unser Wohlbefinden – unsere Gesundheit.
Die Auffassung, dass die Gesundheit nicht bloss in der Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen besteht, sondern vielmehr ein «Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens» (WHO, 1946) ist, hat in den letzten Jahren ein zunehmendes Interesse entstehen lassen, die Rolle des Tanzens als ein potenzielles Mittel zur Beeinflussung der Gesundheit zu untersuchen.

Gesundheitliche Aspekte des Tanzens
Tanzen kann in zwei Bereichen betrachtet werden, da ist auf der einen Seite Tanz als Therapieform, auf der anderen Seite Tanz als Freizeitaktivität zur Förderung des physischen und psychischen Wohlbefindens.
Tanztherapie hat sich als therapeutische Methode zur Behandlung psychischer und psychosomatischer Störungen etabliert.
Studien haben die positive Wirkung der Tanztherapie auf verschiedene emotionale und körperliche Beschwerden dargelegt. Zum Beispiel in der Psychosomatik bei Menschen mit Fibromyalgie, in der Psychiatrie bei Depressionen, in der Neurologie bei Patienten mit Parkinson, in der Onkologie bei Patientinnen mit Brustkrebs, in der Endokrinologie bei Patienten mit Diabetes sowie in der Kardiologie bei Herzerkrankungen.
Patienten mit Parkinson können positive Effekte feststellen, ihre motorischen Fähigkeiten werden verbessert. Der Gleichgewichtssinn wird geschult, und die Bewegungsabläufe verbessern sich.
Anscheinend ist das Tanzen eine komplexe Angelegenheit, welche Motorik, Aufmerksamkeit, Langzeitgedächtnis und Kurzzeitgedächtnis beansprucht. Es wird weit unterschätzt, wie viel Hirnkapazität das gemeinsame Tanzen in Anspruch nimmt.

Musikstimulation
Musik spielt eine wesentliche Rolle beim Tanzen. Musik ist ausserdem wegen ihrer Macht bekannt, das emotionale Befinden zu beeinflussen. Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass die Auswirkungen von Musik nicht nur auf die subjektive Befindlichkeit, sondern auch auf vegetative Reaktionen wie etwa Blutdruck, Herzrate, Atmung, Körpertemperatur, Hautleitfähigkeit, Muskelspannung und Darmbewegung erfassbar sind.

Körperliche Bewegungen
Körperliche Aktivität ist ein wichtiger Bestandteil einer insgesamt gesunden Lebensführung. In verschiedenen Studien wurde bestätigt, dass körperliche Fitness das Risiko von Krankheiten reduziert und die Lebensqualität erhöht.
Andere Studien haben gezeigt, dass körperliche Aktivität ausserdem zur Absenkung von Angst sowie zur Reduktion depressiver Symptome führt. Das Instrument des Tanzens ist der Körper. Tanzen kann die Entwicklung und Erweiterung zahlreicher verschiedener körperlicher Fertigkeiten, wie zum Beispiel Ausdauer, Koordination, Elastizität, Muskelkraft und Gelenkigkeit, fördern.
Ebenso wurde nachgewiesen, dass positive Effekte von körperlicher Anstrengung auf kognitive Funktionen entstehen. Die dynamische und koordinative körperliche Anstrengung löst eine regional gesteigerte Gehirndurchblutung mit zunehmender Erzeugung verschiedener neurotropher Faktoren aus, was zur Hirnplastizität und Neuronenbildung führt. Tanzen involviert die Herausforderung, immer neue Bewegungsschritte wahrzunehmen und zu lernen, die Durchsetzung und Koordination präziser Figurenkombinationen, das Erinnern an Schrittfolgen und die körperliche Synchronisation mit dem Rhythmus. Eben diese hohen Anforderungen an unser Gehirn können helfen, einer Demenz vorzubeugen. Laut einer grossen Studie wird das Demenzrisiko um 76 Prozent reduziert, was wesentlich mehr ist als Kreuzworträtsellösen, 47 Prozent, und Lesen, 35 Prozent.
Eine deutsche Studie belegt, dass bei den wiederholten schwungvollen Bewegungen der Serotoningehalt im Blut ansteigt. Serotonin ist das Glückshormon, das Stresshormone abbaut und insgesamt für eine gute und positive Stimmung sorgt. Das wiederum wirkt sich auch enorm günstig auf das gesamte Immunsystem aus.
Die hüpfenden Bewegungen beim Tanzen sind wie ein Faszientraining. Das verklebte Bindegewebe um Muskeln und Organe, auch Faszien genannt, wird gelöst und die Bewegungselastizität gefördert. Wissenschaftler sehen in starren Faszien häufig die Ursache für Schmerzen. Regelmässiges Faszientraining kann zum Beispiel Rückenschmerzen vermeiden.

Soziale Interaktion
Positive soziale Interaktionen sind ein wesentlicher Faktor, welcher eine indirekte Beeinflussung auf die Gesundheit mit sich bringt.
Vor allem das gemeinsame Erarbeiten der Bewegungen in den Tanzformen unterstützt das Gemeinschaftsgefühl und die Zugehörigkeit zur Gruppe. Regelmässige Treffen könnten den Tänzern eine Quelle sozialer Stützung bieten. Studien zeigen, dass soziale Unterstützung eine Reduktion der Stressreaktionen zur Folge hat.

Einfluss auf das Wohlbefinden
In der unten stehenden Darstellung kann detailliert entnommen werden, wie Tanzen mit diesen vielfältigen Faktoren Einfluss auf uns nimmt.

Nach dieser Recherche ist mir nun noch viel bewusster, welches Glück ich hatte, schon früh mit dem Tanzen in Kontakt gekommen zu sein. In meiner Kindheit war ich stets faul, unsportlich und wenig selbstsicher. Heute bin ich der Überzeugung, dass das Tanzen und dessen positive Effekte auf Körper und Geist wesentlich dazu beigetragen haben, dass ich in meiner Kindheit so stabil und trotz meines Übergewichtes so beweglich blieb. Ebenso die Leistungssteigerung in der Schule schreibe ich dem Tanzen zu. Naja, Rechtschreibung und Kommasetzung sind immer noch nicht meine Stärke ;-), und Zahlendreher schleichen sich auch heute noch ein, aber es ist wesentlich besser geworden ...
Dieser Bericht ist nicht mein eigenes Gedankengut und wurde aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Wer sich interessiert und mehr lesen möchte, dem kann ich vor allem die Studie empfehlen.

Hier meine Quellen: Studie:
Tanzen: Subjektive und psychobiologische Wirkungen

  • https://d-nb.info/1010085204/34

Internetseiten:

  • https://platinnetz.de/magazin/gesundheit/fitness/tanzen-gesuender-als-joggen/
  • https://www.apotheken-umschau.de/Sport/So-gesund-ist-Tanzen-503769.html
  • http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/wie-tanzen-als-medizin-wirkt-und-gluecklich-macht-a-881579.html

Tags (Suchwörter): Tanzen, Gesundheit, Wirkung
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